3. Liga: FC Rubigen – FC Belp

Meisterschaftsspiel: FC Rubigen – FC Belp 3:2 (1:2)

Datum: 01.04.2017

Ort: Hunzigenrüti

Spielbeginn: 17:00 Uhr


Zweiter Sieg im zweiten Spiel dank «Züris» Doppelpack.

Trainer: Reto Hiltbrunner

Co-Trainer: Kevin Eich

Aufstellung:
Schmid Joël, Herzig Beni (74. Minute, Bähler Simon), Lohri Yanik, Aeschbacher Reto, Avdimetaj Flamur, Häberli Marcel, Meschnig Fabian (74. Minute, Bähler Simon), Kramer Patrick, Minichello Leandro (82. Minute, Baumann Michael), Zürcher Andrè (C), Schmutz Matthias

Auswechslungsspieler:
Bähler Simon, Baumann Michael, Crocitti Raffaele,

Tore:
1:0 (12. Minute, Züri), 1:1 (32. Minute), 1:2 (43. Minute), 2:2 (72. Minute, Schmutz Matthias), 1:0 (82. Minute, Züri),

Spiel in Kürze:
Es war ein hart umkämpftes Derby auf dem Rasen der Hunzigenrüti. Beide Mannschaften versuchten zu Beginn, das Spiel an sich zu reissen. Der Mannschaft von Reto Hiltbrunner gelang dies in der Startphase eindeutig besser als den Belper. Doch nach 45. Minuten stand die Partie 1:2 für den FC Belp. Es waren zwei unnötige Tore. Der Ausgleich durch Schmutz viel erst in der 72. Minute und das Game-Winning-Goal durch Züri in der 82. Minute. So bezwang der FC Rubigen den FC Belp, dank einer kämpferischen Leistung, dank Keeper Schmid der mit mehreren klasse Aktionen glänzte und eines Traumtores von Züri..

Bericht:
Bereits die Anfangsphase gehörte den Aaretaler, weil sie sehr hoch standen und einen gewissen Druck auf die Belper ausübten. Nach einer einstudierten Corner Variante in der 12. Minute war es der vom Verteidiger zum Stürmer umfunktionierte Züri, der den Ball mit dem Kopf unhaltbar in die hohe Rechte Ecke, zur 1:0 Führung ablenkte. Der FC Belp antwortete mit wütenden Angriffen, das Spiel wurde härter. Zwar dominierten die Rubiger in Sachen Ballbesitz weiterhin das Geschehen, den Angriffen ausgehend von Taktgeber Meschnig im Mittelfeld fehlten aber die Präzision im Abschluss und vor allem Kreativität. Nach einer Glanztat durch Keeper Schmid in der 32. Minute, brachten die Rubiger Verteidiger, nach vier Abwehrsuchen, den Ball nicht aus der Gefahrenzone. Ein Belper Stürmer nutzte dieses „tohuwabohu» aus und schlägt den Ball, zum 1:1 Ausgleich, ins Netz. Der FCR kämpft weiter und setzt den FC Belp unter Druck. Der FC Belp verlegte sich aufs Kontern und profitiert in der 44. Minute von einer Unaufmerksamkeit in der Rubiger Defensive. Ein Belper Stürmer kann unbedrängt den Ball an der Strafraumgrenze annehmen und versenkte das Spielgerät trocken in der nahen linken Ecke zur 1:2 Führung. Keeper Schmid war chancenlos.

Der FC Rubigen kam aggressiver aus der Garderobe und mit zunehmender Spieldauer konnte der Druck auf die Belper erhöht werden. In der Folge verpassten die Aaretaler nach schönen Angriffen gleich mehrere Male den Ausgleich. Die Rubiger waren beim finalen Pass zu ungenau oder zielten beim Torschuss zu hoch. Mit einem Schlenzer vom linken Strafraumeck trifft Züri in der 52. Minute nur die Latte. 10 Minuten später hätten die Rubiger unbedingt den Ausgleich schiessen müssen. Häbi, Schmutz und Leandro brachten den Ball nach mehrmaligen Versuchen aus Kurzdistanz nicht über die Linie. Aus dem Nichts schoss ein Belper Stürmer in der 69. Minute, aus 28 Metern, den Ball trocken an die Latte. Bis zur 72. Minute fand Schmutz Matthias keinen richtigen Zugang zum Spiel. Dann aber schlug er zu! Auf der rechten Seite vernaschte der technisch sehr versierte Meschnig zwei Belper-Verteidiger und flankte punktgenau in die Mitte wo sich Schmutz in die Höhe schraubte und den Ball mit dem Kopf, am machtlosen Belper Torwart vorbei, gekonnt in die tiefe rechte Ecke, zum 2:2 Ausgleich, einnetzte. Der FC Rubigen wollte sich mit einem Remis nicht zufriedengeben und griff weiter mit unverminderter Wucht an. Der kampfstarke Flämu und der Edeltechniker Beni trieben ihre Mitspieler immer und immer wieder an, noch mehr Druck auf das gegnerische Tor auszuüben. Ein mustergültiger Angriff von Verteidiger Aeschbacher Reto ausgelöst, in der 82. Minute, über den starken Häbi. Der schickt Leandro aus dem Halbfeld über rechts in die Tiefe. Leandro spielt seinen Bewacher vor dem Strafraum schwindelig und spitzelt den Ball Züri zu. Der versierte Züri verschafft sich mit zwei herrlichen Wacklern den entscheidenden Raum für den Abschluss, indem er seinen Belper Verteidiger ins Leere laufen liess. Nach dieser tollen Aktion zieht Züri aus 17 Metern ab und schmettert die Kugel per Vollspann, ganz cool ins linke hohe Eck, zur 3:2 Führung. Der Mann hat Nerven aus Stahl! Die anwesenden Rubigen Fans waren nicht mehr zu halten und feierten dieses siegbringende Züri Tor ausgiebig. Der FC Belp wollte die Niederlage nicht so einfach hinnehmen und griff mit allen zur Verfügung stehen Mitteln an. Sogar der Belper Keeper wurde an vorderster Front gesichtet. In der 90. Minute kommt ein Belper Distanzschuss wunderschön auf das rechte Kreuz, ist aber etwas zu kraftlos. Torhüter Schmid fischt auch dieses Ding aus dem Winkel und hat den Ball im Nachfassen sicher. Noch ein tolles Tackling in der 93. Minute von Lohri Yanik. In letzter Not spitzelt er den Ball ins Aus, ehe sein Gegenspieler abdrücken kann. Nach gefühlten 10 Minuten Nachspielzeit pfiff der Schiri die Partie endlich ab und die drei wichtigen Punkte waren gesichert.

Trainer Hiltbrunner Reto:
Mit einem unnötigen Pausenrückstand von 1:2 gingen wir in die Kabine. Aber mein Team war sehr konzentriert und wollte unbedingt gewinnen. Allerdings konnten wir die Unsicherheit bis zur 72. Minute nicht abstellen. Das Spiel war deswegen lange Zeit sehr eng. Es war ein sehr intensives Derby, in dem wir uns gewehrt haben und mit zunehmender Spieldauer mutiger wurden. Wir haben gefightet und nach dem 1:2 Rückstand eine gute Moral gezeigt. Wir wollten als Team und als Einheit mit viel Herz auftreten. Das haben wir gemacht - und das zählt für mich. Auch ist der Teamspirit unglaublich gut. Wir haben gegen einen richtig guten Gegner gespielt, der uns vor Schwierigkeiten gestellt hat. Wir sind schlussendlich sehr froh über die drei Punkte, wenn man die Tabelle anschaut.

Kommentar:
Nach langem Rückstand schafft es der FC Rubigen in der zweiten Halbzeit die Partie noch zu wenden: Züri war in Torlaune und trifft gleich zweimal. Dem FC Rubigen gelingt der Rückrunde Start nach Mass.



Veröffentlicht am:
11:21:10 03.04.2017 von Hansruedi Kauz