Hochwasser 2005

â–º Fotos

“So etwas hat unser FC Rubigen noch nie erlebt. Soviel Wasser auf dem Fussballplatz, zwischen der Autobahn und der Hanggiesse gelegen. Das hatten auch die ältesten FCler noch nie gesehen”.

Diesen einleitenden Satz schrieb ich zum Hochwasser 1999 (siehe hier).

Neu könnte man die Situation auf der Hunzigenrüti als Hochwasserschock 2005 betiteln.

Der Pegelstand auf dem Thunersee hat einen Höchstand von 559,24 Meter erreicht. Das sind sieben Zentimeter über der Hochwassermarke von 1999.

Unsere Höchstmarke wurde um mindestens 50 Zentimeter überschritten.

Nicht nur unser Fussballplatz Hunzigenrüti steht Kniehoch unter Wasser auch auf dem sympathischen Lachenstadion heisst es Land unter.

Während Teile der Städte Bern und Thun unter Wasser stehen, feierten einige tausend Fussballfans am Dienstagabend den Einzug des FC Thun in die Fussball Champions League. Freud und Leid ist manchmal ganz eng beieinander.

In den Unwettergebieten des Kantons Bern zeichnet sich eine leichte Entspannung ab. Flüsse und Seen sind in der Nacht nicht mehr gravierend angestiegen. Die Lage in den vom Hochwasser betroffenen Gebieten hat sich in der Nacht vom Dienstag auf den Mittwoch stabilisiert oder sogar leicht entspannt.

Die Autobahn Muri Kiesen wurde Teilweise ganz gesperrt. Nun sieht man die Auswirkung unseres Verkehrsaufkommens direkt vor der Haustür. Ist die Autobahn mal unterbrochen ergiesst sich dieser Verkehr durch die Dörfer zwischen Bern und Kiesen wie ein endloser Tatzelwurm der sich gefrässig in dieser Gegend festsetzt.

Nun hofft die Betriebskommission, die Spielfelder so schnell als möglich unseren Fussballer wieder zur Verfügung zu stellen.

Leider gibt es noch eine grosse Hürde zu überspringen. Die gemeindeeigene und in die Jahre gekommene Mäherkombination steht, auf dem Gelände der Abwasserreinigungsanlage, etwa 80 Zentimeter unter Wasser. Sobald der Mäher aus dieser misslichen Lage befreit ist, können wir weiter sehn. Springt der Mäher an ist das Problem behoben. Streikt er aber, dann haben wir ein grosses Problem. Der Rasen ist durch die Überschwemmung reichlich gedüngt worden. Dadurch ist der abgetrocknete Rasen überdurchschnittlich gewachsen. Im hohen Rasen spielt ja keiner gerne Fussball.

Zu den Sachschäden können wir noch keine genauen Angaben machen. Das Hauptgebäude stand wie eine Insel im Meer und wurde nicht beschädigt. Leider hat unser Chalet etwas Wasser abgekommen. Der Rasenmäher, die Motorsense, alle Schläuche, das gesamte Gartenwerkzeug sowie der Rasendünger standen etwa einen halben Meter tief im Wasser.

Wie Heinz Jakob im Newsletter +++FCR online+++ vom 28.08.2005 mitteilt:
“Ohne anders lautende Mitteilung ist die Anlage ab kommendem Montag wieder für den Trainings- und Spielbetrieb freigegeben” - hoffen wir, dass die Mähmaschine anfangs nächste Woche wieder in Betrieb sein wird.


Veröffentlicht am 17:01:30 26.08.2005 unter dem Titel Hochwasser 2005 Hansruedi Kauz


Letzte Aktualisierung
16:27:22 02.12.2009